Matchbericht KF Liria vs. SC Seengen 1

3. Liga – Gruppe 2 – 15. April 2018

KF Liria vs. SC Seengen 0:3 (0:3)

Tore: 0:1 Ali Ramani (5′), 0:2 Alain Baumann (28′), 0:3 Damian Wüthrich (40′)

Einmal mehr bei perfektem Fussballwetter stand für die Seenger auf der Falkenmatten in Othmarsingen das Auswärtsspiel gegen KF Liria auf dem Programm. Trainer Munera überraschte dabei wohl den ein oder anderen mit seiner Aufstellung. In der Offensive starteten die beiden Militaristen Baumann und N. Gautschi, in der Defensive wurden die beiden Aussenverteidiger-Positionen von D. Wüthrich und Meier bekleidet. Besonders der aktuelle Top-Scorer des Fanionteams, der bisher noch nie als linker Verteidiger gespielt hatte, staunte nicht schlecht bei der Taktikbesprechung. Der Mut des Trainers sollte jedoch belohnt werden, Seengen startete nämlich wie die Feuerwehr! Ein erster Schussversuch von Joel Halbeisen wurde in der dritten Minute aber noch abgeblockt. Besser machte es nur zwei Minuten später dann Ramani, der heute auf seine alten Teamkollegen traf. Nach einem Auskick von Fischer konnte Baumann sich im Kopfballduell wuchtig durchsetzen und verlängerte den Ball auf eben jenen Ramani. Der lief alleine auf Goalie Selmani zu und verwertete eiskalt zum 1:0 für die Gäste aus dem Seetal. In der Folge blieben die Seenger am Drücker und kamen durch N. Gautschi (10′) zu einer weiteren guten Chance. Er konnte die punktgenaue Flanke von Strebel aber nicht verwerten. Liria kam kaum aus der eigenen Platzhälfte heraus. Nichtsdestotrotz hatte auch heute die Seenger Viererkette teilweise etwas Probleme mit hohen Bällen, in der Startphase schaute aber nichts Zählbares für das Heimteam heraus. Nach knapp 20 Minuten dann zwei hundertprozentige Torchancen für die Seenger: Zuerst tauchte Baumann völlig freistehend vor Selmani auf, eine Minute später lief erneut Ramani frei auf den Goalie von Liria zu. Beide scheitern jedoch im Eins-gegen-Eins. Praktisch im direkten Gegenzug dann die bis dahin beste Chance des Heimteams nach einem Freistoss am Seenger Strafraum. Der Ball traf den Pfosten und konnte anschliessend von der Seenger Hintermannschaft geklärt werden. In der 28. Minute sah das ganze dann wieder etwas besser aus, nachdem Meier den Ball mit einem seiner bekannten weiten Einwürfe in den Strafraum brachte. Baumann entschied das Kopfballduell erneut für sich und lenkte den Ball in die lange Ecke zum 2:0 für die Gäste. So weit so gut, die ersten 30 Minuten waren geglückt. In der Folge sollte Seengen zwar weiterhin zu Chancen kommen, man konnte das Spiel aber nicht mehr so dominieren wie noch in den ersten Minuten. So musste Wüthrich einen von Fischer entschärften Ball in der 32. Minute beispielsweise von der Linie kratzen, damit Liria nicht zum Anschlusstreffer kam. Auf der anderen Seite war es der sehr fleissige Baumann, der immer wieder für Alarm im Strafraum von Liria sorgte. So auch in der 35. Minute als er den Ball erneut im Zweikampf behaupten konnte und nur knapp am Pfosten scheiterte. Für den Höhepunkt der ersten Halbzeit sorgte dann D. Wüthrich, der in der Zwischenzeit mit N. Gautschi die Position gewechselt hatte und dadurch wieder vermehrt in der Offensive anzutreffen war. Nach einem Pass von Geissberger drehte er sich um den Gegenspieler, jonglierte zweimal und zog anschliessend wuchtig aus der Drehung ab. Ein absolutes Traumtor in der 40. Minute, keine Chance für Selmani! Mit diesem komfortablen 3:0 gingen die Seetaler dann in die Halbzeitpause.

Bereits früh in der zweiten Halbzeit vollzog Munera einen ersten Doppelwechsel. Der alte Hase Ramani und Joel Halbeisen wurden von Scaglione und Lavorato ersetzt. Genau dieser Lavorato musste in der 56. Minute den Ball nach einer Ecke des Heimteams von der Linie kratzen, so dass es beim 3:0 blieb. Die Seenger hatten die Startphase der zweiten Hälfte zwar etwas verschlafen, glücklicherweise hatte dies aber keine negativen Folgen. Das Heimteam blieb weiterhin am Drücker und kam besonders bei Standards immer wieder zu gefährlichen Szenen. Etwas Entlastung brachte den Seengern in der 64. Minute dann ein langer Ball auf Baumann. Der schirmte diesen geschickt ab, zog in den Strafraum und wurde dann vom Verteidiger gefällt. Eigentlich ein klarer Fall – Elfmeter – hätte man meinen können. Der Schiedsrichter sah in dieser Szene jedoch aus irgendeinem Grund eine Schwalbe und gab dem Seenger die gelbe Karte. Es sollte nicht die letzte fragwürdige Entscheidung des Spielleiters sein, nachdem die Seenger schon gegen Niederwil mit vielen seltsamen Entscheidungen zu kämpfen hatten. Das Spiel war nun sehr zerfahren, immer wieder kam es zu harten Zweikämpfen und Prellbällen, die vielen Freistosspfiffe waren zumeist zu Gunsten von Liria. Das junge Team aus dem Seetal verzettelte sich daher in der Folge immer wieder in Diskussionen und vergass dabei, dass immer noch 20 Minuten zu spielen waren und man weit von der Leistung der ersten Halbzeit entfernt war. Das Spiel ging hin und her, die zahlreich mitgereisten Seenger Fans fieberten richtig mit und irgendwie überstanden die Gäste diese etwas schwächere Phase der Partie ohne Gegentor. Durch N. Gautschi kam man in der 73. Minute sogar noch zu einer dicken Chance auf das 4:0, sein Schuss ging denkbar knapp am Lattenkreuz vorbei! Für die kurioseste Szene der zweiten Halbzeit sorgte dann Lavorato: Als er in einem Zweikampf den rechten Schuh verlor, nahm er die Verfolgung des Gegenspielers mit eben jenem Schuh in der Hand auf und ging barfuss in den Zweikampf. Dem Schiedsrichter schien dieser Einsatz jedoch nicht zu gefallen, noch bevor es überhaupt zum Zweikampf kommen konnte, pfiff er ab und zeigte dem Seenger Mittelfeldspieler die gelbe Karte. Ob und wie genau diese Szene im Regelbuch niedergeschrieben ist, bleibt an diesem Sonntag ungeklärt. Auch die Schlussviertelstunde übersteht der SCS ungefährdet, der sonst etwas blass gebliebene Scaglione kommt in der Nachspielzeit aus dem Nichts sogar nochmal zu einer sehr guten Torchance. Sein Schuss wird von einem Verteidiger aber von der Linie geklärt. Nach 94 Minuten pfiff der Schiedsrichter dann endlich ab, so dass Seengen den ersehnten ersten Sieg der Rückrunde feiern konnte!

Eine Reaktion auf die beiden herben Niederlagen gegen Würenlingen und Niederwil war gefordert und sie wurde geliefert. Mit diesen drei Punkten kann man den FC Würenlingen wieder auf drei Punkte distanzieren, obschon der Konkurrent noch ein Spiel weniger hat und theoretisch zum Fanionteam aufschliessen könnte. Bereits morgen geht es für das „Eis“ weiter, diesmal wieder auf dem heimischen Musterplatz. Gegen die 2. Mannschaft des FC Wettingen geriet man in der Hinrunde auswärts ziemlich unter die Räder (1:6). Auf dem heimischen Musterplatz soll diese Rechnung nun beglichen und die nächsten drei Punkte eingefahren werden!

 

Aufstellung:

Das nächste Spiel findet am Dienstag, den 17. April 2018 in Seengen statt. Gegner ist der FC Wettingen 2.

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