Matchbericht SC Seengen 1 vs. FC Wettingen 2

3. Liga – Gruppe 2 – 17. April 2018

SC Seengen vs. FC Wettingen 2:1 (1:0)

Tore: 1:0 Robin Dössegger (14′), 2:0 Marvin Wüthrich (62′), 2:1 Jacinto Jair Jorge Baltazar (79′)

Nur zwei Tage nach dem souveränen Sieg gegen KF Liria ging es für die 1. Mannschaft des SC Seengen schon wieder weiter in der Meisterschaft. Der FC Wettingen 2 war auf dem Musterplatz zu Gast. Im Spiel der Hinrunde wurde man mit einer 1:6 Packung wieder nach Hause geschickt, das hiess es jetzt natürlich wieder gut zu machen! Auch heute war Munera gezwungen, seine Startelf vom Sonntag kräftig durchzuwirbeln, so begann im Tor beispielsweise der nominell zweite Goalie der Seenger, Marco Bryner. Er ersetzte den leicht angeschlagenen Fischer, insgesamt standen fünf neue Spieler in der Startelf. Grosse Startschwierigkeiten hatte dies aber nicht zu bedeuten, denn Ramani kam nach gerade einmal 20 Sekunden zur ersten Torchance. Sein sehenswerter Schlenzer mit links wurde aber genau so sehenswert vom jungen Goalie Marsolo zur Ecke geklärt. Nur zwei Minuten später kam dann auch der FC Wettingen das erste Mal gefährlich in die Seenger Spielhälfte. Nach einem Stockfehler von Dössegger brauchte es ein beherztes Einsteigen von Gautschi, um den Torabschluss des Wettinger Stürmers zu verhindern. In der Startphase blieb es bei diesem Bild, das Spiel war von langen Bällen geprägt und ging immer wieder hin und her. In der zehnten Minute hatte Wettingen nach einem Eckball die erste grosse Chance in Führung zu gehen, am zweiten Pfosten traf der Spieler den Ball aber nicht wie gewollt, so dass der Ball im Aus landete. Da hatten die Seenger Glück, nicht in Rückstand geraten zu sein. Nach einer knappen Viertelstunde dann die grosse Erlösung für das Heimteam: Nach einer Ecke von rechts erkämpfte Wüthrich den Ball in der Mitte und legte ihn auf die Strafraumgrenze zurück. Dort kam der lauernde Dössegger angerauscht und hämmerte den Ball sehenswert ins obere rechte Eck! Ein Tor der Marke Tor des Monats! Mit diesem 1:0 sollte zudem die dominanteste Phase der Seenger beginnen. Besonders Scaglione tauchte immer wieder gefährlich im Wettinger Strafraum auf. Nachdem Halbeisen den Ball auf rechts gewinnen und punktgenau flanken konnte, brachte der Seenger Stürmer den Ball aus einem Meter aber nicht über die Linie. Nur zwei Zeigerumdrehungen später die nächste dicke Möglichkeit. Diesmal bekam Lavorato den Ball am langen Pfosten nach einem Eckball. Sein Schlenzer ging nur haarscharf über den Querbalken, der Torwart wäre hier wohl machtlos gewesen. Wieder dauerte es nur zwei Minuten bis Seengen die nächste Riesenchance herausspielte. Über links setzte sich Ramani clever im Zweikampf durch und bediente den am ersten Pfosten lauernden Scaglione. Der Ball sprang dem Seenger aber unglücklich ans Schienbein und blieb damit ungefährlich. In der Folge beruhigte sich die Partie etwas, Seengen blieb zwar dominant, hatte es aber bisher noch verpasst, sich selbst mit einem zweiten oder dritten Tor zu belohnen. Nach 37 Minuten dann nach etwas längerer Zeit wieder eine gefährliche Szene der Gäste. Ein kurz ausgeführter Freistoss brachte eine gute Abschlussmöglichkeit für Wettingen, im letzten Moment konnte Torschütze Dössegger aber noch dazwischen grätschen. In der Folge versuchte es Wettingen immer wieder über Standards zum Anschlusstreffer zu kommen, Bryner konnte bis zum Halbzeitpfiff seine weisse Weste jedoch bewahren. Mit einem 1:0 ging man somit in die Pause.

Die zweite Halbzeit startete genau so furios wie die erste, es dauerte keine zwei Minuten bis Seengen zur ersten Riesenchance kam. Wieder konnte Halbeisen über rechts den Ball zur Mitte bringen, wo Scaglione bereits wartete. Diesmal traf er den Ball perfekt mit einem Hechtkopfball, ins Tor ging der Ball aber trotzdem nicht. Der Wettinger Schlussmann kratzte den Ball mit einem sensationellen Reflex noch aus der Ecke. Scaglione schien damit endgültig zu verzweifeln. Seengen hatte aber keine Zeit dieser verpassten Chance nachzutrauern, denn im direkten Gegenzug kam Wettingen zu einer sehr guten Möglichkeit. Der Stürmer wurde knapp einen Meter vor Bryner angespielt und hatte freie Schussbahn, zum Glück für die Seetaler schlug er aber über den Ball, womit es bei der knappen Führung für Seengen blieb. In der 60. Minute musste der Rückhalt der Seenger dann aber definitiv eingreifen. Er blieb im 1-gegen-1 cool und wehrte die hundertprozentige Chance stark mit dem Fuss ab. Die Gäste standen kurz vor dem Ausgleich! Dann konnte sich das Heimteam aber aus der Umklammerung der Wettinger befreien, nur zwei Minuten nach Bryners Fussabwehr konnte der eingewechselte M. Wüthrich zum zweiten Tor vollenden. Wieder einmal war es Ramani, der sich im Dribbling durchsetzen und den Ball scharf in die Mitte bringen konnte. Dort legte der mitgelaufene Hadodo den Ball auf den Elfmeterpunkt zurück, von wo aus Wüthrich mit dem schwachen linken zum 2:0 traf. Gelaufen war das Spiel aber definitiv noch nicht, die Schlussphase sollte es nochmal in sich haben. Nach einem schönen Pass in die Tiefe hatte Ramani die Chance auf die Vorentscheidung, nach einem seiner zahlreichen Sprints brachte der Oldie aber nicht mehr genug Druck hinter den Ball. In der 72. Minute dann wieder die Chance für Wettingen. Nach einem missglückten Rückpass zu Bryner kommt es zum Pressschlag, der aber glücklicherweise im Toraus landete. In den folgenden Minuten versuchten es die Gäste immer wieder aus der Distanz, einen trockenen Sonntagsschuss in der 75. Minute klärte Bryner klasse zur Ecke. Der hätte wohl unter die Latte gepasst. Knapp zehn Minuten vor Schluss war es dann soweit: Nach einem Fehler von Meier konnte der Wettinger Baltazar alleine auf den Seenger Schlussmann zulaufen und traf eiskalt zum 2:1 Anschlusstreffer. Damit entflammte nochmals etwas Hoffnung bei den Gästen, hier vielleicht doch noch Punkte mit nach Hause zu nehmen. In der Folge fehlten aber die zwingenden Torchancen, vielmehr waren es die Seenger, die am dritten Treffer schnupperten. Nach einem Eckball kam Geissberger zum Kopfball, dieser wurde jedoch von einem Feldspieler auf der Linie geklärt. Der Torwart war bereits geschlagen. In der 87. Minute war es dann Hungerbühler, der die Entscheidung auf dem Fuss hatte. Nachdem er praktisch von der Mittellinie alleine auf den Wettinger Schlussmann zulaufen konnte, überlegte er zu lange und scheiterte an Marsolo. Zwei Minuten später noch eine Chance zur Entscheidung, diesmal durch M. Wüthrich. Aus aussichtsreicher Position versuchte er einen halbhohen Ball per Volley zu nehmen, obwohl er die Zeit gehabt hätte, den Ball sogar noch anzunehmen. Sein überhasteter Abschluss ging am Kasten vorbei. Fünf Minuten Nachspielzeit sollte es auf dem Musterplatz geben, mit viel Herz und Leidenschaft und der Hilfe des mitfiebernden Publikums schaffte es das Heimteam jedoch, den mehr als verdienten Sieg über die Zeit zu retten! Es blieb beim 2:1 für die Seetaler.

Nach zwei Siegen hintereinander verschafft sich der SC Seengen etwas Luft im Abstiegskampf, geschafft ist jedoch noch nichts. Bereits am Freitag geht es weiter mit den englischen Wochen, wenn man zum Tabellenletzten nach Mutschellen reisen muss. Es braucht eine genauso leidenschaftliche Leistungs wie gegen Wettingen, damit auch hier drei Punkte eingefahren werden können. Kampflos wird sich die zweite Mannschaft des FC Mutschellen wohl kaum geschlagen geben!

Aufstellung:

Das nächste Spiel findet am Freitag, den 20. April 2018 in Mutschellen statt. Gegner ist der FC Mutschellen 2.

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